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Autounfall in Australien verändert mein Leben

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Eine wunderschöne und erlebnisreiche Weltreise mit meinem besten Freund endet in einer Tragödie und bringt dadurch – neben dem Verlust – viel Positives und viel Veränderung mit sich und führt mich mit wundervollen Australiern zusammen:
Versteht mich bitte nicht falsch, das hört sich zunächst hart & komisch an, dass so ein Erlebnis Positives mit sich bringt und natürlich ist es auch sehr schwer und schlimm für mich gewesen und der Verlust bleibt mein Leben lang traurig. Aber was sich durch diese Reise alles geändert hat, möchte ich gerne im Folgenden erzählen – denn es war mein spannendstes und schließlich unvergesslichstes Reiseerlebnis aller Zeiten.

Geplant war die Reise über 9 Monate in die wunderschönen Länder USA (West Coast), Fiji, Neuseeland und Australien. Als im letzten Land nach ca. 5 Monaten Reise (und wir hatten schon sehr viel Tolles erlebt und gesehen – siehe anhand der Bilder) aufgrund eines Auto-Zusammenstoßes auf dem Highway mein bester Freund Alex starb, wurde der Traum der gelebten Unabhängigkeit und der Freiheit mit einem Schlag genommen und ich erwachte schwerverletzt im Krankenhaus von Mackay (Queensland, Australien).

Alex & Ich waren Work&Traveller, arbeiteten in Sydney beispielsweiße als Möbelpacker, in Coolbutre (nahe Brisbane) haben wir auf einer Erdbeerfarm unser Geld verdient, um unsere Freizeit mit Ausflügen wie beispielsweiße zu den Blue Mountains oder Tauchen am Great Barrier Reef zu finanzieren – das war übrigens unser großes Endziel der Reise: oben an der Ostküste in Cairns ankommen und im größten Riff der Welt tauchen zu gehen.

So weit weg von daheim und alleine im Krankenhaus, waren es wundervolle Australier, die mich besuchten und mir Hoffnung und Mut zusprachen. Über die Zeitung und das Fernsehen, die von dem Unfall berichteten, wurden sie auf mich aufmerksam und so waren es letztendlich in den 2 Wochen, in denen ich stationär im Krankenhaus lag, über 20 Besucher. Menschen, die mir eine neue Kamera, ein neuen Laptop, neue Kleidung und Essen gebracht haben, all das was ich bei dem Unfall im Fahrzeug verlor.

Von dem Auto und meinen Sachen und auch den Mitbringsel, die wir auf dieser tollen Reise gesammelt hatten, blieb schließlich nichts. Unser großes Endziel und der Traum vom Tauchen am Reef endete nördlich von Rockhampton, ca. 700km von Cairns entfernt.

Als ich im Krankenhaus nach der bereits durchgeführten Operation wieder zu mir kam, ist ein schlimmer Albtraum für mich zur Wirklichkeit geworden. Soweit von zu Hause entfernt, war da auch niemand der einem vor Ort Trost spenden und Beistehen konnte, dachte ich zumindest.

Denn Besucher kamen, die Herzlichkeit und Wärme der Menschen war es, was mich unten aufmunterte und mir wieder Hoffnung am Leben gab.
Ein behandelnder Arzt meinte zu mir, Sport wird nicht mehr möglich sein – mittlerweile mache ich Triathlon. Damit will ich nicht angeben, sondern nur aufzeigen, dass durch Willenskraft vieles möglich ist und vor allem viel Änderung ins Positive aus noch so negativen Situationen heraus.

Es kam sogar ein Mädchen zu mir ins Krankenhaus, vorher eine Fremde, die ein Lied für meinen verstorbenen Freund gesungen hat, einfach um mir beizustehen

Mir hat es gut getan, darüber zu sprechen und wirklich Abschied nehmen zu können, nichts zu verdrängen und stark zu trauern. In dem Interview mit der Presse, sagte ich: “Often when I am alone I am very upset, but when I have people around I am happier because they take my mind of it,” he said.

Diese außergewöhnlichen Australier haben mir mit meinem Schicksal in Down Under geholfen! Eine Besucherin im Krankenhaus, sie ist Immobilienmaklerin, kaufte mir so viele neue Sachen, besuchte mich jeden Tag und gab dem Zeitungsreporter zu verstehen:“If my son or daughter were somewhere in Europe or the other side of the world and something like this happened to them I would just hope that some family would do exactly what  I am doing for him,” she said. “I haven’t done it for any accolades, for thank-yous, I have simply done it because I wanted to help out.”

Als ich wieder in Deutschland ankam und nach etlichen Physiobehandlungen nicht mehr an den Rollstuhl gefesselt war, besuchte ich einige Monate später meine neuen, australischen Freunde, durfte umsonst bei Ihnen übernachten und essen (wofür ich immer noch so unendlich dankbar bin), bin an die Unfallstelle gefahren um ein Kreuz für meinen Freund aufzustellen und Blumen niederzulegen und habe unseren Traum für Alex & mich beendet: Ich tauchte an unserem Reef und nahm Alex in Gedanken jede Sekunde bei dem Tauchgang mit.

Der Unfall veränderte vieles, ich verlor meinen besten Freund, ich verlor meinen Job als Berufssoldat bei der Bundeswehr (hätte im Oktober 2011 gestartet), aber er brachte mir neue Freunde in Australien, einen neuen Job in der Immobilienbranche (in der ich mich mittlerweile selbstständig gemacht habe und nun mit einem wundervollen Geschäftspartner zusammen arbeite, mit dem ich unsere Firma leite).

Ich habe ein neues Bewusstsein zu meinem Körper entwickelt, bin für alle Dinge die passieren sehr dankbar und versuche alles Positiv aufzunehmen und hinzubekommen.

Ich habe ebenfalls ein neues Verständnis für Schicksal entwickelt und teile das viele Positive, was mir nun in meinem Leben zustößt mit anderen. So bin ich im diesjährigen Sommer mit meinem jetzigen Trainingspartner von meiner Heimatstadt Karlsruhe nach Südfrankreich geradelt und habe für eine Kindereinrichtung dabei durch Sponsoren Geld gesammelt. Ich führe nun definitiv ein bewussteres und ein optimistischeres Leben, für mich und meine Mitmenschen und alles hängt mit dieser ewig-bewegenden Reise zusammen, die mich letztendlich zu mir selbst brachte.

Reisejahr: Frühling 2011

Aktueller Punktestand:

566
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Score wird einmal täglich aktualisiert. Nächste Aktualisierung in ca. 2h

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