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China macht einen normal!

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Mein Reisebericht beginnt eigentlich mit einer Reihe von Zufällen: Kurz vor meinem Abi ist meine Mama gestorben und ich hatte keinen Plan, was ich studieren wollte. Also stand ich, wie öfter danach, da und dachte “Was machst Du jetzt?” Die Antwort kam, wie so oft, aus dem Fernsehen “China ist eine aufstrebende Wirtschaftsmacht und Leute, die sich auskennen, bekommen garantiert einen Job.”

Ich bin also los und hab mich dafür an der Uni eingeschrieben. Irgendwann war es soweit, dass ich auch rüber sollte/musste und weil ich Schiss hatte, dass mein chinesisch nicht gut genug ist, hab ich mich für ein Teach and Travel Programm angemeldet. Es ging los über Frankfurt, nach Seoul, nach Hong Kong, nach Dongzhing – alles in 24 Stunden, weil wir wegen den Olympischen Spielen das Training nicht in Peking machen konnten. Ich kann Euch gar nicht sagen, wieviel Angst ich allein vorm Fliegen hatte.
Nach 4 Wochen und einem weiteren Umzug nach Harbin, ganz am anderen Ende von China, hatte ich meinen Platz an einem Kindergarten in Peking, wo ich 2 – 3 Jährigen Englisch beibringen sollte. Ich hatte so Panik, dass ich keine Ahnung hab, dass die Kinder mich hassen, dass ich denen nur Blödsinn beibring. Es hat sich rausgestellt, dass ich gar nicht schlecht war, dass die Kinder mich richtig mochten und dass ich das tatsächlich auf die Reihe kriegen kann.

Von den 70 Leuten, mit denen ich angefagen hab, waren wir noch 13 in Peking. Wir haben uns fast jeden Tag getroffen oder gechattet und ich würde sagen, dass diese Menschen alle Freunde für’s Leben geworden sind. Besonders eine ganz bestimmte Mexikanierin, die auch vor ein paar Monaten auf meiner Hochzeit war.

Als ich nach 6 Monaten an eine neue Schule musste, hat sich herausgestellt, dass es die gar nicht gab. Ich war 2 Monate allein in einer Wohnung in Tianjin, einer Stadt, die ich nicht kannte und hatte einen Job, den es eigentlich nicht gab. Nach vielem hin und her konnte ich dann bei der Firma anfangen, die die Programme macht. Dort hab ich angefangen mit Marketing, das ich jetzt seit ungefähr 5 Jahren mache und liebe.

Mein Fazit: Ich bin aufgebrochen, innerlich noch ein Kind; traurig, weil meine Mutter gestorben ist; ängstlich, dass das alles zu viel ist für mich. Ich bin zurückgekommen als erwachsene Frau, die weiß, was sie vom Leben will; die sich zutraut alles zu schaffen, was sie sich vornimmt; die Freunde hat, die sie sonst nie kennengelernt hätte.

Wenn Ich Euch irgendwas mitgeben kann nach meiner Erfahrung in China, dann ist es, dass es sich auch lohnt Möglichkeiten zu ergreifen, die einem zunächst Angst machen, weil es sein kann, dass es sich zum besten Erlebnis Deines Lebens entwickelt!

Reisejahr: Sommer 2008

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