Die Reise meines Lebens: 2,5 meses en america del sur …und viele Busabenteuer :-)

P1090122

2014 war es so weit! Meine Reise nach Südamerika für 2,5 Monate ging los. Ende April flog ich also voller Erwartungen nach Lima in Peru. Mehrere abenteuerreiche Wochen mit vielen Hochs und Tiefs lagen vor mir. Von Deutschland aus hatte ich bereits Kontakt mit einem Couchsurfing-Host aufgenommen. Die ersten Nächte waren gesichert und auch ein hilfreiche Person war zur Hand. Da ich als Backpacker unterwegs war, stand meine erste Busreise nach Ica an, die angekündigte Fahrzeit hatte sich jedoch verdoppelt, da neben der Fahrbahn ein Feld brannte und die Rauchwolke die Sicht verwehrte. Die restliche Zeit in Peru war jedoch einfach nur toll! Ich besuchte Huacachina, Arequipa und den Colcha Canyon, Cuzco und Machu Picchu und schlussendlich ging es beim Titicacasee auf nach Bolivien zu neuen lustigen Busabenteuern. Ich bestritt die Death Road mit dem Mountainbike und erkundete die Hexenmärkte in LaPaz. Anschließend sollte es nach Rurrenabaque in den Regenwald gehen. Jeder empfahl mir zu fliegen, doch die Busfahrt war viel billiger. Im Nachhinein hätte ich wohl besser den Flug gewählt und mir einige Strapazen erspart. Aber hey, lustig wars! In der Touristeninfo eines Dorfes habe ich mein Busticket gekauft, um 13 Uhr solle ich mich an eine verstaubte Straße im Nirgendwo stellen und auf den Bus warten. um 16:15 Uhr kam der Bus nun endlich und erlöste mich von meiner Verzweiflung hier im Nirgendwo einsam zu sterben ;) . 30 Minuten fuhren wir nur um erneut 30 Minuten im Stau zu stehen (woher kamen bitte diese Autos???). Weiter ging die holprige Fahrt auf einer Stein- und Staub-Piste direkt an der Klippe entlang. Bis 21 Uhr war alles in Ordnung. Draußen war es bereits dunkel geworden, da tat es einen lauten Schlag und man vernahm noch kurz schleifende Geräusche. Eine Stunde lang versuchte der Busfahrer hier im Nirgendwo neben der Klippe im Dunkeln den Bus zu reparieren. Dann war plötzlich Stille, das Licht ging aus. Niemand gab Auskunft. Um 2:30 Uhr in der Nacht kam ein weiterer Bus, der uns mitnehmen wollte, leider passte nur die Hälfte von uns in diesen Bus hinein. Ich verblieb weiter im liegengebliebenen Fahrzeug. Um 4:15 Uhr vernahm ich nun endlich Geräusche. Ein Mechaniker war gekommen und reparierte innerhalb von 30 Minuten den Bus. Die Fahrt ging weiter. Erneut fuhren wir 30 Minuten bis wir erneut stehen bleiben mussten. Die Straße war durchnässt und sehr matschig, ca. 30 Autos und LKWs standen im Matsch (immer noch schön neben dem Abgrund). Viele durchdrehende Reifen und lebensmüde Taxifahrer bis auch unser Fahrer sich traute weiterzufahren. Ich ersehnte das Ziel und bis 10 Uhr war auch alles ruhig, bis mich ein etwas unhöflicher Polizist aus dem Schlaf riss und mich zur Drogenkontrolle aus dem Bus holte.

 


Um 14 Uhr, mit einer Verspätung von 8 Stunden, erreichte ich Rurrenabaque, die wirklich wundervollen Trips in die Pampa und in den Regenwald konnten starten. Im Übrigen war ich schwer belehrbar, denn ich nahm diesen Bus auf dem Rückweg erneut. Mit mehr Glück! Von LaPaz sollte es nun direkt nach Sucre gehen. Tickets waren gekauft, doch 20 Minuten vor Abfahrt, es war 21 Uhr, wurden uns das Geld zurückgegeben mit der Aussage, dass die Straße blockiert ist und der Bus nicht fährt. Aber ich bin ja spontan! Schnell erkundigte ich mich nach einem neuen Reiseziel, zu dem heute noch ein Bus fährt. 5 Minuten später saß ich im Bus nach Santa Cruz … Bolivien ist wirklich ein landschaftlich und kulturell wundervolles Land. So besuchte ich noch Samaipata, Sucre, Potosi und die Salar de Uyuni von Tupiza aus (ja auch die Straße nach Uyuni war blockiert…).

Nach Bolivien besuchte ich in Argentinien noch Tilcara, Salta, Mendoza, Buenos Aires und die Iguazu Wasserfälle). Leider wurde ich in Buenos Aires Opfer eines fiesen Taschendiebstahls, somit war meine Kamera und mein Reisepass weg. Bei den Iguazu Wasserfällen überquerte ich die Grenze nach Brasilien. In Brasilien verbrachte ich eine Woche auf Ilha de Santa Catarina und schaute dort mit einem Dutzend Brasilianern das legendäre WM-Spiel Deutschland-Brasilien. Bei steigender Torzahl wurde mir immer unwohler, aber dieses tolle Volk hat mich herzlich gefeiert! In Sao Paulo endete meine Reise. Ich flog über Addis Abeba nach Deutschland zurück, aber nicht ohne in Äthiopien das WM-Finalspiel anzusehen. Auch hier konnte ich erleben, wie die Leute uns Deutsche feierten. Ich war beeindruckt: Eine Welt – eine Gemeinschaft!


Trotz – oder gerade wegen – der nicht so schönen Momente auf der Reise, bleibt mir dieses Abenteuer in schöner Erinnerung. Denn ich habe wundervolle Natur gesehen und tolle Menschen kennengelernt und zudem weiß ich nun, dass ich alles überstehen kann!



America del sur, hasta luego!

Reisejahr: 2014

Aktueller Punktestand:

3142
?
Score wird einmal täglich aktualisiert. Nächste Aktualisierung in ca. 18h

Kommentare