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Die Reise zu sich selbst

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Es fing alles damit an, dass ich nach meinem Abitur ins Ausland wollte. Erst als ich im Flugzeug nach Neuseeland saß, ist mir klar geworden, wie weit Neuseeland wirklich ist. Um genau zu sein ist meine Familie 18.545 km von meiner jetzigen Haustür entfernt. Aber durch Skype, WhatsApp und Facebook ist Kontakt halten ja Gott sei Dank einfach geworden.
Ich möchte hier von einigen schönen Momenten erzählen, die mich inspiriert haben. Man sagt, jeden Tag in einem anderen Land gibt es einen Wow-Moment,einen Moment, wo man einfach nur staunen kann.

Genauso ist es hier. Die neuseeländische Natur ist unglaublich vielseitig. Wenn man in die eine Richtung fährt, kommt man zum Strand, fährt man 30 Minuten in eine andere Richtung, steht man im Regenwald und wiederum in eine andere Richtung: sieht man die schönsten und höchsten Berge und Gletscher. So etwas muss man gesehen haben. Aber es ist nicht nur die Natur, die mich fasziniert.
Ein Moment hat mir besonders verdeutlicht, was mich hier fasziniert. Ich wollte mit dem Bus in die Stadt fahren und mein Bus kam auch. Aber er hielt nicht an. Er fuhr einfach an mir vorbei, obwohl ich an der richtigen Bushaltestelle stand. Entrüstet beschloss ich auf den nächsten Bus zu warten und bemerkte, als ich die Menschen beobachtete, dass es wohl an mir gelegen haben musste, dass der Bus nicht gestoppt hatte. Man muss nämlich dem Bus Fahrer ein Zeichen geben, damit er anhält.
Eins kann ich euch sagen. Ich hab seither nie mehr meinen Bus verpasst. Mein Reisemoment ist wohl viel mehr eine Reiseerfahrung.

Es ist die Erfahrung ein Land mit all seinen Facetten und seiner Andersartigkeit lieben zu lernen. Sei es auf der linken Straßenseite zu fahren, 4 Jahreszeiten in einem Tag zu erleben, komische Kreisverkehr-Regeln zu befolgen, hinnehmen zu müssen, dass Fußball hier überhaupt nicht populär ist oder dem Bus Fahrer ein Zeichen geben zu müssen, sodass er anhält. Wenn man die Chance hat, all diese Dinge (positiv und negativ) kennen zu lernen, kann man ein Land auch lieben lernen. Gleichzeitig lernt man das zu schätzen, was man von zuhause aus gewohnt ist,  wie etwa  Zentralheizung und mehrfach verglaste Fenster.
Wenn man das Andersartige kennen lernt, entdeckt man zwangsläufig sich selbst. Schließlich hätte ich noch vor einem Monat nie gedacht, dass es mich nicht stören würde, dass man seine Haustür nicht abschließt. Aber man erkennt selber, was einem wichtig ist und was nicht und übernimmt zum Teil sicherlich auch die freundliche und spontane Mentalität der neuseeländischen Einheimischen. Nicht umsonst wurde ich schließlich für fast 2 Wochen umsonst von einer Familie aufgenommen. Man kann so viel erfahren und lernen, wenn man reist. Und manchmal ist die Reise zu einem selber, die spannendste und größte Reise, die man jemals erleben kann.

Reisejahr: Frühling 2014

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