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Keine drei Fuß flachen Landes, keine drei Tage ohne Regen und kein Mensch mit drei Yuan

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Meine bisher abenteuerlichste Reise führte mich ins Land der Mitte, des Lächelns oder einfach: nach China. Unser Ziel war eine Region, in die sich nur selten Europäer verirren. Guizhou ist die ärmste Provinz des Landes, einem alten Spruch zufolge gibt es dort „keine drei Fuß flachen Landes, keine drei Tage ohne Regen und keinen Menschen mit drei Yuan“. Der Anlass unserer Reise war die Produktion eines Dokumentarfilms, eine tolle Möglichkeit, die uns von unserer Universität geboten wurde.

Die vierstündige Busfahrt vom Flughafen Guiyang in die kleine Stadt Tongren war schon ein Erlebnis an sich. Wir fuhren vorbei an grünen Hügeln und Reisfeldern, die tatsächlich noch ganz ursprünglich mit einem Pflug bestellt wurden, vor den ein Ochse gespannt war. Als wir die folgenden Tage mit unseren Kameras und Mikrofonen umher zogen fühlten wir uns wie Außerirdische. Immer wieder bildeten sich Menschentrauben um uns und jeder knipste mit seinem Smartphone drauf los. Mütter animierten ihre Kinder für uns einen Tanz aufzuführen. Für viele war es das erste Mal dass sie live Menschen gesehen haben, die nicht aus Asien stammen. Dann auch noch teilweise blond und rothaarig, eine Sensation. Besonders die Studenten, die uns als Dolmetscher begleiteten, hatten großes Interesse mit uns zu sprechen und etwas über Europa zu erfahren.

Im Gespräch mit ihnen merkten wir schnell, dass uns im Grunde dieselben Dinge beschäftigen. Was möchte ich nach dem Studium beruflich machen, wie mache ich den Jungen den ich toll finde auf mich aufmerksam und natürlich ist man immer online, zwar nicht bei Facebook, dafür im chinesischen Netzwerk QQ. Ein Erlebnis der besonderen Art war ein Arztbesuch. Angekündigt wurde eine „Klinik“, vorgefunden haben wir einen älteren Mann an einem Holztisch sitzend, der seine Patienten mit einer Taschenlampe in Munde und Augen schaute, den Puls fühlte, um dann von seinen Helferinnen eine abenteuerliche Medizin aus Pflanzen, Tierhäuten und Co. herstellen zu lassen.

Ich hatte mich vorher nie wirklich mit Asien beschäftigt und wusste auch nicht so recht, was mich erwarten würde. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es ein bezauberndes Land ist, eine ganz andere Welt mit viel Naturverbundenheit, Ursprünglichkeit, Kultur und teilweise leider auch Armut. Auf der anderen Seite schreitet die Entwicklung rasant voran, Hochhäuser, Luxushotel, Fabriken. Diese Gegensätzlichkeit und die Feststellung, dass die Menschen trotz aller kulturellen Unterschiede ähnlich denken wie wir und oft dieselben Träume und Wünsche haben ist es, was eine eine Reise dorthin so spannend macht.

Reisejahr: Frühling 2011

Aktueller Punktestand:

24
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